vorsätze und ziele way of pirate

War da nicht was mit Vorsätze und Ziele in 2018?

Ist zwar rund einen Monat her, dass ich das in den Insta-Storys aufgegriffen habe, aber:

Wat solls, aye?

Bevor ich zum Status Quo komme, lasst uns kurz schauen, was 2017 anstand.

Rückblick: Vorsätze und Ziele in 2017

Vor dem letzten Jahr habe ich meine Ziele in der Regel sehr konkret und direkt oder, im Gegenteil, sehr oberflächlich formuliert.

Sowas wie:

  • 75 Prozent aller Tage im Jahr trainieren
  • Ein Turnier gewinnen, einmal Gold und mindestens einen MMA-Kampf gewinnen
  • Pünktlich sein
  • Abnehmen
  • Summe X sparen

War jetzt nicht verkehrt. Trotzdem stören mich heute zwei Sachen:

  1. Wenn ich es nicht gepackt habe, habe ich es nicht gepackt. No Excuses. Der ein oder andere braucht genau diesen Druck, damit er es durchzieht. Andererseits: Was passiert, wenn ich es nicht schaffe? Hat das Konsequenzen? Es merkt ja niemand, ob ich mein Ziel erreicht habe oder nicht, nur ich. Das bedeutet, ich muss mir entweder Versagen eingestehen oder es kleinreden und nach Ausreden suchen… -.-
  2. Außerdem steht hinter diesen Zielen absolut gar nichts. Diese Ziele sind einfach nur Ziele. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn ich diese Vorsätze erfülle, bringt mir das gar nichts. Ich kann es abhaken, bin vielleicht ein paar Tage damit zufrieden und das war‘s. Langfristig ändert sich nichts.

Deswegen habe ich 2017 zum ersten Mal Vorsätze formuliert, die mein Leben nachhaltig und positiv verändern sollten. Ziele, die ich verfolge, weil ich wirklich will, dass sich etwas ändert.

vorsätze und ziele 2017
Meine Vorsätze für 2017

Mehr Motivation von Innen, weniger Ziele für Außen 

Gut, ein endgültiges Ziel war letztes Jahr dabei, aber eins kann auch nicht schaden. Ansonsten liest sich der Rest schon irgendwie anders, oder?

Diese Vorsatzliste war für mich keine Anweisung, kein Zwang, sondern eine Erinnerung daran, was ich ändern will und was mir wichtig ist. Wenn ich die Punkte auf dieser Liste nicht abhaken konnte, musste ich mir eingestehen, dass ich es mir selbst nicht wert war, mein Leben zum Besseren zu ändern.

Und ich frag Dich ganz direkt, wenn das Dein Leben wäre: Willst Du dir am Ende des Jahres eingestehen:

„Ich habe nichts getan, um mein Leben zu verbessern.“

Wer will das? Genau, niemand.

Kleines Beispiel an der Stelle: Eat well hat letztes Jahr nicht geklappt. Ich hab mich absolut gehen lassen. Hab gegessen, was gerade greifbar war und worauf ich Bock hatte. Energydrinks fast täglich, Süßigkeiten täglich – Fastfood? Why not? Her damit! Nom-nom-nom! 🤪

…und das fühlt sich nicht gut an. Im Gegenteil. Das fühlt sich mies an. Ich war ständig müde, hab unnötig viel Geld ausgegeben und zugenommen, obwohl ich wenig gegessen habe. Das will ich nicht. Ich will besser essen und mich besser fühlen. Deswegen wird das dieses Jahr durchgezogen, seit Tag 1.

Im letzten halben Jahr habe ich mein Leben auf den Kopf gestellt. Beste Entscheidung. Ich hab so viel Spaß, wie schon lange nicht mehr. Darum habe ich dieses Jahr noch mehr Ziele für mein Leben. Ein paar der Vorsätze aus dem letzten Jahr habe ich übernommen, damit der Weg das Ziel bleibt.

Vorsätze und Ziele für dieses Jahr

Lass mich Dir kurz meine Ziele und Vorsätze zeigen. Anschließend erklär ich Dir, wie ich mir Ziele setzte und wie Du deine Vorsätze formulieren kannst.

Be the Pirate. Live your passion.

Es wird Zeit für mehr Freiheit, mehr Leidenschaft und mehr Wahrheit. Alltag Adiué, Abenteuer Ahoy. Zeit, die Welt auf den Kopf zu stellen.

Fight.

Nicht aufgeben, egal was kommt. Nicht nachgeben, egal wie schwer es wird. Sag, was Du denkst und lebe, was Du liebst. Kämpfen ist nie vergebens, wenn es für die richtige Sache und für die richtigen Menschen ist. #KeepGoing

Feast.

Du hast Dich letztes Jahr gehen lassen, das weißt du. Schon okay. Krieg Dich nur endlich wieder ein und füll die Maschine mit Benzin, satt mit Müll. Sei es Dir wert, gut und gesund zu leben.

Explore.

Geh raus in die Welt. Lass den Alltag zurück. Du hast Dein Leben lang darauf gewartet. Es wird Zeit.

Conquer.

Lass Way of Pirate Deine Erfolgsgeschichte werden. Niemand außer Dir hat es in der Hand. Du willst etwas? Hol es Dir. Erster Schritt? Mach den verdammten Abschluss.

Be grateful

So viel Fleiß, so viel Herz, so viel Veränderung und so viel Schmerz – Scheiß auf Tunnelblick und mach die Augen auf: Sei Dankbar für das, was Du heute hast und gib etwas zurück. Jeden Tag. #365Chancen

Keep the world in mind

„Sei die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst.“

Mahatma Gandhi

Live, Love & Have fun

Egal was passiert. Hab vertrauen und hab Spaß.

Don’t ever settle

Komm mit mehr wieder als Du losgezogen bist. Keine Ausreden.

Breathe

Hol im Zwischendurch die Segel und Ruder ein. Lass Dich treiben. Wenn Du nicht selbst auf Dich achtest, wird es niemand tun. Hab den Anstand Dir selbst gegenüber Ruhe und Schwäche zuzulassen. Du bist fokussierter, schneller und stärker, wenn Du ausgeruht und achtsam bist. Sei kein rastloses Arschloch. Auch nicht Dir selbst gegenüber.

Meine Tipps für Deine Vorsätze

Eins sei vorweg gesagt: Nichts von dem, was ich hier schreibe ist richtig oder falsch. Das ist einfach nur mein Art mit Vorsätzen und Zielen umzugehen. Das, was ich meinen besten Freunden und Kameraden für die Reise auf diesem offenen Meer, das wir Leben nennen, empfehlen würde.

  • Kein Stress. Wenn Du kein Ziel oder keinen Vorsatz hast, zwing dich nicht dazu. Du musst Dir keinen Unsinn vornehmen, damit Du dich besser fühlst. Warte lieber ab und lerne die Ziele zu finden, die Dir wirklich etwas bedeuten.
  • Schreib‘s auf. Wenn Du nur mal drüber nachdenkst, gerät – was auch immer Du dir vornimmst – schnell in Vergessenheit. Deine Vorsatz-Liste soll kein Druckmittel sein, nur ein Reminder a lá: Hey, da war noch was!
  • Sprich Dich an. Selbstgespräche auf offener Straße wirken eher seltsam. Innere Dialoge wiederum sind wirklich wichtig. Deine Ziele und Vorsätze sind etwas Persönliches. Es geht um Dich. Nicht um irgendwen oder irgendetwas. Wälz die Verantwortung nicht ab. Nicht man sollte sich ändern. Auch nicht es sollte sich ändern. Du willst etwas ändern.
  • Ein ehrliches Ziel reicht. Es müssen keine Tausend sein. Lieber realistisch und ambitioniert, statt gezwungen und überfordert.
  • Stapel nicht zu tief. Wenn Du das Gefühl hast: „Da geht mehr!“, dann mach mehr. Leichte Errungenschaften bereichern niemanden. Ein Pirat freut sich auch nicht über eine Kupfermünze, die er auf der Straße findet. Piraten kämpfen sich durch wilde Abenteuer und Stürme auf der Suche nach Schätzen! Zieh los und finde das Gold und die Juwelen in Deinem Leben!
  • Komm mal runter. Wiederspricht sich das nicht mit dem vorherigen Punkt? – Nein. Wenn „Die Welt verändern“ auf Deiner Liste steht, hast Du Dir für nur ein Jahr ganz schön was vorgenommen. Du musst nicht gleich die Politik reformieren oder eine Tiergattung vor dem Aussterben retten. Fang mit etwas an, dass Du in einem Jahr wirklich erreichen kannst. Für nächstes Jahr nimmst Du dir etwas Größeres vor und das Jahr danach etwas noch Größeres und irgendwann… veränderst Du vielleicht wirklich die Welt, Pirat. Ich wünsch es Dir. 😁
Meine wichtigsten Richtlinien für Vorsätze und Ziele
  • Bleib bescheiden und dankbar. Deine Vorsätze sollten immer mehr als ein Schulterzucken und mindestens ein ehrliches Lächeln wert sein. Kleine Erfolge sind nicht zwingend leichte Erfolge. Und kleine Erfolge, die Dir wichtig sind, darfst Du ruhig feiern. Ausgelassen oder bescheiden, wie du magst.
  • Nimm die Treppe- noch besser: Bau die Treppe! Ein Problem, dass ich häufig erkenne – auch bei mir selbst – ist mangelnde Geduld. Alles muss schnell gehen und sofort passieren. Haben, haben, haben. Am besten jetzt gleich! Wer mit dem Fahrstuhl direkt in die Chef-Etage fährt, merkt schnell, ob er wirklich bereit ist oder nicht. Meine Empfehlung: Nimm die Treppe und mach einen Schritt nach dem anderen. Wenn Du noch mehr lernen und Dich noch solider entwickeln willst, bau die Treppenstufen selbst: Ziel, um Ziel, ohne Grenzen, denn Du bestimmst, wann die Treppe fertig ist.
  • Mach dich frei. Bevor Du dir etwas vornimmst, fragt dich immer zuerst: Ist das wirklich Dein Ziel oder ist es etwas, das Du erreichen willst, damit jemand anders es bestaunen kann?

Die Bedeutung von Bedingungslosigkeit

Der letzte Punkt ist der Wichtigste und gleichzeitig der Anstrengendste. Wir alle haben bestimmte Erwartungen an uns selbst, die wir nicht begründen können. Sie sind einfach da. Meiner Ansicht nach gibt es zwei Gründe für diese Grundlosigkeit:

Der erste Grunde

Du hast es Dir nicht ausgesucht. Irgendwann hat Dir irgendwer gesagt, was gut und richtig und was wichtig für Dich ist. Das hast Du so oft gehört, dass Du es geglaubt und Dir irgendwann auch selbst eingeredet hast. Vielleicht kennst Du diese falschen Ziele schon

Kommt Dir folgendes Szenario bekannt vor?

Du arbeitest jahrelang auf etwas hin. Einen Abschluss, einen Job, ein Wagen, ein Haus, eine Reise. Dann – endlich – hast du es. Du hast Dein Ziel erreicht und es ist geil! …zwei Wochen später, weißt Du gar nicht mehr, warum das alles so wichtig war. Du fühlst Dich leer. Bist gereizt, wütend, ziellos.

Dabei hast du doch alles erreicht, was du je wolltest.

Das wolltest Du doch, oder?

Der zweite (bessere) Grund

Machen wir es kurz. Der zweite Grund für Ziele, die wir nicht verstehen können ist bedingungslose Leidenschaft. Es gibt Menschen, die bezeichnen sowas als dumm. Die sagen dann Sachen, wie: „Das ergibt doch keinen Sinn!“, oder: „Kannst Du damit denn Geld verdienen?“ Wenn Du so etwas hast und es Dich nicht loslässt, auch wenn es keinen Sinn ergibt und alle Dir sagen, dass es Schwachsinn ist, dann:

Halte daran fest und lass‘ es nicht los!

Sich einer Sache bedingungslos hinzugeben, nur der Sache wegen, erfordert unerschöpfliche Kraft, richtige, geballte, mentale Power, an die sich die meisten überhaupt nicht rann trauen.

Bedingungslose Leidenschaft erfordert Herz.

Und wer sich darüber lustig macht oder es verkennt, hat Angst.

Deine Ziele und Vorsätze sollten immer das Zweite sein. Die Welt braucht mehr Träumer und Piraten, keine Royal Navy, die nach der Pfeife des Königshauses tanzt und den braven Bürgern vorgibt, wie sie zu leben haben.

Wagemutiger Pirat oder blinder Soldat?

Frei oder abhängig?

Herz oder Kopf?

Mut oder Angst?

Du entscheidest. #365Chancen

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