Arbeit VS Freiheit – Ring frei!

arbeit vs freiheit color

Der nie endende Kampf: Arbeit VS Freiheit

Liebste Piraten, meine Damen und Herren:

Willkommen zum Hauptkampf des heutigen Tages!

Der unerbittliche Herausforderer… oder die?

Begrüßen Sie mit mir in der roten Ecke, die Herausforderin:

Von Ihrem Management – der Gesellschaft – bereits vor Kampfbeginn zur Gewinnerin erklärt. Die selbsternannte einzig rationale Entscheidung. An Montagen schmettert sie jeden nieder, Nachts raubt sie selbst ihren Fans den Schlaf. Sie wird niemals Müde zu betonen, wie wichtig sie für uns alle ist!

Workoholics lieben sie, Arbeitslose suchen sie:

Diiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeee ARBEIT!

*clap* … *clap* *hust*

Die Menge tobt!

Die unangefochtene Championess

Begrüßen Sie in der blauen Ecke die ungeschlagene und einzige Championess im Kampf um den Selbstverwirklichungstitel!

Sie steht für Träume, sie steht für Visionen. Sie gilt als unbesiegt und als unbesiegbar. Niemand hat sie jemals wirklich kämpfen sehen und doch kämpfen alle um sie. So schwer zu fassen, so schwer zu halten. Gegner und Fans, beide erliegen der Erschöpfung, wenn sie ihr hinterherjagen.

Unser aller Hoffnung? Oder mehr Schein als Sein?

Heute schlägt nicht nur der Gong sondern auch die Stunde der Wahrheit und hier-

Hier – kommt – DIE – FREEEIHEEEIT!

Wild drauf los – Ring Frei!

Kein langes Händeschütteln. Kein Abtasten. Die Arbeit macht was sie am besten kann und stürzt sich kopflos ins Geschehen.

„Warum bin ich hier? Was soll das ganze? Macht das überhaupt Spaß?“

Wenn es um Arbeit geht, sind das überflüssige Fragen. Das weiß jeder!

Wir wollen Ergebnisse sehen! Ran da!

Aber was ist das? Die Freiheit weicht unbekümmert aus. Scheinbar mühelos pariert sie jeden Angriff.

Die Arbeit beleibt unerbittlich, wirft mit Geld um sich und droht mit hoffnungsloser Zukunft.

Wieder nichts. Keine Wirkungstreffer. Nicht einmal gestreift.

Wo immer die Arbeit hinschlägt, wächst kein Gras mehr und wohin die Freiheit tritt, scheinen Wunder zu geschehen.

Bizarr und bezaubernd zugleich.

Ein endloser Kampf – Und das Publikum…

Das Publikum hat sich ergeben.

In diesem endlosen Kampf kann kein Sieger ermittelt werden, also haben sie selbst gewählt.

Jeder weiß, dass die Freiheit mit Leichtigkeit gewinnen könnte, aber Sie tut es nicht.

Sie tut gar nichts.

Weicht aus, verschwindet und läuft weg.

Die Fans sind Müde. Sie haben keine Lust mehr ihr nachzulaufen.

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Freiheit oder Arbeit? Viele sind hin und hergerissen. Geht beides oder ist das absurd?

Und die Arbeit?

Sie ist fleißig. Rastlos. Unerbittlich. Versprechen von Sicherheit über Wohlstand bis hin zum Lebenssinn. Ein wilder Schwinger folgt dem Nächsten und das Publikum erkennt nicht, dass nichts dahinter Steckt. Keine Power. Keine Substanz. Nur leere Worte, geführt mit der Überzeugung der Gesellschaft.

Die Arbeit hatte in der Vorrunde erkannt, dass Sie im Kampf um die Wahrheit nicht gewinnen konnte. Also schuf Sie gemeinsam mit ihrem Management – der Gesellschaft – einen eigenen Titel, ihre ganz eigene Wahrheit.

…und das Publikum hat es geschluckt. Heute glaubt jeder:

Arbeit ist ein Erfolgstyp, ein Sieger.

Das Marketing fruchtet.

Ein neuer Spieler – Der Rhythmus ändert sich

Plötzlich steht jemand auf und deutet in den Ring. Immer mehr Menschen erheben sich und staunen.

Dort im Ring steht nicht die Arbeit. Etwas hat sich verändert. Jemand anderes ringt mit der Freiheit.

Es ist einer von ihnen.

Einer von uns.

Und allmählich scheint der Herausforderer seinen Rhythmus zu finden.

Keine wilden und kopflosen Aktionen mehr. Die Bewegungen werden technischer, eleganter und gezielter. Es sieht so aus, als würde die Freiheit nicht mehr flüchten. Sie scheint sich auf den Rhythmus einzulassen.

Was sich dort ereignet ist kein Schlagabtausch, kein Gerangel. Vielmehr eine Choreographie, ein Tanz. Dynamisch und stürmisch, dann wieder gelassen und fließend. Wie heißer und kalter Wind, die aufeinanderprallen. Es entsteht ein Wirbelsturm, der alles in sich hinein zieht.

Plötzlich will jeder Teil dieses Kampfes sein. Jeder will mit der Freiheit in den Ring steigen und sich selbst beweisen. Jeder im Publikum stellt sich die Frage: Wie lange kann ich mithalten im Kampf um die Selbstverwirklichung? Kann ich vielleicht gewinnen?

Die Antwort ist:

Ja. Jeder kann das.

…und es ist so einfach.

Freiheit UND Arbeit

In gewisser Weiße definiert sich jeder von uns durch seine Arbeit. Dabei meine ich nicht die Art von Arbeit, die die Gesellschaft jedem braven Bürger als festen Bestandteil seines Lebens vorschreibt.

Stellen wir uns doch mal vor, dass unsere Leidenschaft – das, was wir am liebsten tun – unsere Arbeit wäre. Wäre das nicht geil? Und wären wir nicht wesentlich motivierter und produktiver als in einem Job, der nichts weiter als der Versuch ist, ein Leben lang das kleinere Übel zu wählen?

Der ein oder andere wird sich ins Fäustchen lachen.

„Hö hö… Leidenschaft? Schlafen und Essen sind meine Leidenschaften.“

Meine auch. Die Frage ist: Wessen nicht?

Der springende Punkt ist ein anderer:

Ich glaube, keiner von uns ist glücklich damit, wenn er nur frisst und schläft und gar nichts tut. Jeder von uns hat irgendwo und irgendwie den Antrieb etwas zu tun, etwas zu machen, etwas zu erschaffen oder etwas zu zeigen.

Wenn wir nichts tun, versauern wir in Einsamkeit und Langeweile. Das kann zeitweise auch schön sein. Trotzdem glaube ich nicht, dass irgendwer damit dauerhaft glücklich wird.

Anker lichten!

Also lasst uns was tun. Lasst uns raus gehen und suchen. Suchen, was unsere Leidenschaft ist und herausfinden, was wir damit anstellen können. Wie Sie uns am meisten hilft oder jemand anderem.

Wer weiß? Vielleicht bewegen wir am Ende mehr als nur unser eigenes Leben. Wäre das nicht irre? Wenn wir mehr, als unser eigenes Leben verändern könnten?

Ich würde sagen, lasst es uns rausfinden. Anker Lichten, Segel setzen und Aufbruch!

Einmal angefangen nach der Freiheit zu greifen, möchte keiner davon ablassen. Der Kampf mit der Freiheit ist weder absurd, vergebens noch zwecklos. Ich denke, wir gehen es oft nur zu verbissen und sehr engstirnig an.

Die Alternative ist: Locker machen und nehmen was kommt. Suchen, lernen, träumen, leben.

Die Jagd nach der Freiheit ist wie ein großes Abenteuer, wie eine Weltreise, die uns voll und ganz vereinnahmt:

Am besten, wenn wir niemals aufhören.

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