wojtek pirat about

Sie weint. Und ich habe keine Ahnung, was los ist.

Ich fühle ihren Schmerz. Kann ihn aber nicht verstehen. Mit meiner Handfläche tätschele ich den Kopf der Frau, so wie Mama und Papa es machen, wenn ich weine.

Wir leben erst seit kurzem in Deutschland. Ich bin etwa drei Jahre alt.

Wenn ich soweit zurückdenke, wie ich nur kann, dann erinnere ich mich an dieses Ereignis.

Das ist meine erste Erinnerung.

Schmerz.

Meine Motivation

So melancholisch wie in diesen ersten Zeilen, bin ich eigentlich nicht. Eher im Gegenteil, so wie im Titelbild. Ausgelassen, lachend und ein wenig bescheuert. Was heute für mich selbstverständlich ist, war die meiste Zeit des Lebens ein Rätsel für mich.

Ich hab nicht verstanden, wie das funktioniert:

Glücklich sein.

Heute verstehe ich es besser, als je zuvor. Jeden Tag ein wenig mehr. Meine Motivation ist stark mit meiner ersten Erinnerung und meinem bisherigen Weg verbunden.

Ich finde nichts schmerzhafter, als Menschen zuzuhören, deren Potential ich förmlich spüren kann, die sich selbst aber kleingezüchtet haben und kleinhalten lassen. Menschen die begeistern von ihren Träumen erzählen und die Geschichte ihre Vision beenden mit:

„Irgendwann… vielleicht.“, oder noch schlimmer: „…aber das kann ich nicht.“

Im Leben gibt es eine zentrale Frage und die möchte ich Dir auch stellen:

Warum?

Nicht: „Warum kannst Du nicht?“

Sondern:

„Warum willst Du das?“

Warum überhaupt Pirat?

Wojtek mit Augenklappe
Warum Pirat? Darum.

Stumpfe Story. Ich habe mich innerhalb eines Jahres beim Kampfsport (keine Ahnung wie oft) am Auge verletzt. Das Ergebnis war jedes Mal ein paar Tage Quasi-Blindheit plus Druckverband . Das sah stark nach Augenklappe aus, also dachte ich: „Pirat? Hört sich cool an.“

Danach war nicht mehr viel mit kämpfen. Ich habe mich ein Jahr lang kontinuierlich verletzt. Den Sport liebe ich heute noch. Leidenschaft bedeutet eben, auch Leiden der Liebe wegen in Kauf zu nehmen.

Der Sport hat mich meinem persönlichen Warum wesentlich näher gebracht. Früher war ich Spezialist für Nichts-so-wirklich-können und Nie-etwas-zuende-machen. Mit dem Sport in meinem Leben, wollte ich zum ersten Mal etwas so sehr, dass ich alles dafür investiert habe. Später habe ich verstanden, dass es nicht (nur) der Sport war, den ich so sehr liebe.

Es war der Kampf selbst. Der Kampf gegen alle Widrigkeiten. Der Kampf um mehr im Leben.

Und etwas, was ich als Teil meiner Persönlichkeit schon lange vergessen hatte:

Für mehr zu kämpfen, als nur für mich selbst.

Segel setzten und Live Your Passion.

Kopf ausschalten und dem Herzen folgen. Ich habe gelernt mich einfach mal treiben zu lassen oder direkt dem Sturm entgegen zu segeln. Egal, wie groß die Aufgabe scheint und auch, wenn es mir nicht geheuer ist.

Das sage ich nicht, weil ich mir wünsche, dass wesentlich mehr Menschen anfangen auf diese Weise zu denken. Wir brauchen mehr Träumer und Piraten auf dieser Welt.

Meine Theorie ist:

Leidenschaft ist der Schlüssel zum Glück.

Pirat in Thailand
Piraten gehören raus in die Welt.

Geht nicht? Schön wär’s? Das Leben ist kein Wunschkonzert?

Stimmt alles. Ohne Einsatz, keine Belohnung. Wer nicht alles auf eine Karte setzt und immer einen Plan B in der Hinterhand hat, wird nie die Notwendigkeit verspüren, sich seiner Sache voll und ganz zu verschreiben.

Wie meinen?

Denke an etwas, das du gerne machst. Deinen Sport, Dein Hobby, egal was. Das, womit Du freiwillig unnötig viel Zeit verbringst.

Wann bist Du am besten bei dem was du tust?

Wenn Du 50 oder 100 Prozent gibst?

Exakt.

Der Weg zur Freiheit | #WAYOFPIRATE

Ich habe aus Frust und Enttäuschung nach acht Jahren meine Arbeitsstelle geschmissen. In dieser Zeit hatte ich nichts, außer der Unterstützung meiner Freundin und meiner Eltern. Ich hatte kein Einkommen und meine mickrigen Ersparnisse haben sich mehr als halbiert. Es ging steil bergab.

Dann hatte ich plötzlich – von einem Monat auf den anderen – gleich zwei Jobs mit weniger Stress, mehr Geld und deutlich mehr von dem, was ich wirklich arbeiten will. Davon einen bei meinem Traumarbeitgeber. Ich habe in meinem Studium aufgeholt, als würde mein Leben davon abhängen, meine Bachelor-Arbeit innerhalb von einem Monat geschrieben und die beste Leistung meines akademischen Lebens abgeliefert.

Und jetzt sind wir auf einer Weltreise, für die ich definitiv zu wenig Geld habe. Die ich gar nicht machen dürfte, denn es ergibt keinen Sinn. Ich habe keine Rücklagen, keinen Plan B und den „Traumjob“ habe ich liegen lassen.

Emeralt Lake - Way of Pirate
Wer so unverschämt glücklich aussieht, kann nur was im Schilde führen, oder?

Ich habe nichts außer verdammt viel Bock jeden Tag das zu tun, was ich liebe und dafür zu kämpfen, dass es für immer so bleibt.

Ich will mehr vom Leben.

Hört sich für Dich nicht nach Freiheit an?

Ist es aber. Denn es ist genau das, was ich will.

Freiheit definiert jeder ein bisschen anders. Ich definierte Freiheit über meine Leidenschaft und meinen Weg.

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